Großbrand Ludwigsburg

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Lagerhalle wird abgerissen

Von Sascha Schmierer , aktualisiert am 12.03.2010 um 11:28
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Großbrand Lagerhalle Ludwigsburg Eyb
Klicken Sie sich durch die Bilder von den Abrissarbeiten. Foto: Eyb

Ludwigsburg - Wunderland ist abgebrannt: Das mit viel Vorschusslorbeer gestartete Ludwigsburger Energetikom ist in der Nacht zum Mittwoch einem Großfeuer zum Opfer gefallen. Bei dem Brand in der Weststadt ist ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden, die Ursache für die Flammen ist bislang unklar.

Bilder von der Nacht

Als die Feuerwehr kurz vor drei Uhr in der Ludwigsburger Rheinlandstraße eintraf, war die geplante Denkfabrik für innovative Energieprojekte schon nicht mehr zu retten: Begünstigt durch den starken Wind hatten sich die Flammen schlagartig ausgebreitet. Die einst von der Firma Ziemann zur Produktion von Brauerei-Kesseln genutzte Halle brannte lichterloh. Für die mit acht Löschzügen und 180 Wehrleuten ausgerückte Feuerwehr ging es nur noch darum, ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude zu verhindern.

Vom starken Funkenflug bedroht waren vor allem ein auf Küchen spezialisiertes Möbelhaus und ein nahe liegender Einkaufsmarkt. Für den unter dem Namen Halle 2z bekannten Sitz des Energetikoms hingegen kam jede Hilfe zu spät - den Einsatzkräften blieb laut Polizeisprecher Peter Wiedenhorn nichts anderes übrig, als das Gebäude "kontrolliert abbrennen" zu lassen. Dennoch verletzten sich zwei Wehrleute bei dem Einsatz, ein Helfer brach sich bei einem missglückten Sprung den Oberschenkel.

Was aus dem Kompetenzzentrum wird, ist unklar

Bemerkt worden war der Großbrand im Industriegebiet von einem Anwohner, der gegen 2.45 Uhr das Geräusch berstender Scheiben gehört hatte. Die Ursache für das Feuer ist nach Polizeiangaben noch völlig unklar. In der umgebauten Halle 2z sollte im Juli ein Kompetenzzentrum für Energie, Umwelttechnik und Ökodesign eröffnet werden. Neben dem Energetikom sollten zehn weitere Firmen in dem Gebäude unterkommen. Laut der Ludwigsburger Rathaus-Sprecherin Susanne Jenne hatte eine Werbeagentur für die nächsten Wochen ihren Einzug geplant. Jetzt ist die Halle bis auf die Grundmauern niedergebrannt und wurde am Mittwoch zum Teil abgerissen. "Angesichts der einmaligen Architektur der umgewandelten Industriehalle bedeutet die Vernichtung durch den Brand einen dramatischen Verlust", erklärte OB Werner Spec in einer ersten Reaktion.

Beim von der Stadt und dem Investor Max Maier initiierten Umbau des neuen Domizils war ein äußerst innovatives Konzept vorgesehen. Die Hülle der gut 80 Meter langen und 50 Meter breiten früheren Fabrikhalle sollte als Wärmepuffer erhalten bleiben. Im Inneren des Areals wurden in den vergangenen Monaten vor allem aus Holz zwei neue Gebäude errichtet. Laut der Projektleiterin Tanja Lukasik wurde dieses sogenannte House-in-House-Konzept als vorbildliches Beispiel für auch energetisch sinnvolles Flächenrecycling von der EU mit 600000 Euro gefördert. Die Stadt sprach bei der Vorstellung des Energetikoms im Oktober von einem "Leuchtturmprojekt".

Unklar ist nach dem Brand, was aus den Plänen für das Kompetenzzentrum wird - und ob die zugesagten Fördermittel auch für einen Ersatzbau verwendet werden können. Laut OB Spec will sich die Stadt kurzfristig nach einem neuen Standort für das Kompetenzzentrum umsehen - schon wegen der Dynamik, die das Energetikom entwickelt habe. An der Idee, verschiedene Dienstleister und Ingenieurbüros aus der Energiebranche unter einem Dach zu bündeln, soll auch nach dem Brand festgehalten werden. Neben Privatfirmen und der Stadt ist auch die vom Landkreis ins Leben gerufene Energieagentur am Trägerverein beteiligt. Für die Wirtschaftsförderung der Region soll der für Energiefragen zuständige Taj Kanga in den ersten drei Jahren das Geschehen vor Ort koordinieren.

Bilder von der Nacht

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MRZ
12

11:28 Uhr, geschrieben von TK.

Schade???...da sag ich nur unglaublich!

Der Autor, des Berichts "Schade" sollte bevor er so etwas verfasst, erst einmal nachdenken! Was bitte ist denn sooo schlimm daran wenn bei so einem Ereigniss eine Hauptverkehrstraße gesperrt wird? Schon mal an den Rauch und den Funkenflug gedacht, dem Gaffer und Pendler dann ausgesetzt gewesen wären. Mal überlegt, wie es wohl gewesen wär, hätte ein umliegendes Gebäude auch noch Feuer gefangen! Wie prima, dann hätten sich die Einsatzkräfte zuerst durch Pendler und Gaffer durchkämpfen müssen! Nicht bedacht, dass auf dieser Hauptverkehrsstraße die Feuerwehrfahrzeuge standen, wo die Einsatzkräfte immer wieder daran arbeiten mussten...aber klar, sollen die doch auf die wütenden Pendler aufpassen, welche ganz sicher mit angepasster Geschwindigkeit vorbei gefahren wären! Ach ja da war doch noch was...wir Feuerwehrleute hätten sicher auch auf die Pendler Rücksicht nehmen können, wenn wir in unseren völlig vereisten und dadurch nahezu unbeweglichen Einsatzklamotten die Schwieberdingerstraße überquerten, um dort in das vom Roten Kreuz bereitgestellt Versorgungszelt zu gelangen um aufzutauen! ...UNGLAULICH, kann ich dazu nur sagen! Hauptsache den Pendlern und Gaffern wird es so angenehm wie möglich gemacht! Die Einsatzkräfte sollen schauen wie sie klar kommen, die meisten von der Feuerwehr machen den Job ja eh "freiwillig"! Ich gehöre auch zu den "Freiwilligen" war am Einsatzort auch mehrere Stunden bis spät in die Nacht im Einsatz! Wir Alle kamen an die Grenze unserer Kräfte...da nehmen wir doch gerne noch Rücksicht auf Pendler und Gaffer...
MRZ
10

23:31 Uhr, geschrieben von stenkerhannes

Schade

Schade ums Gebäude, und auch dass es kurz vor der Einweihung stand. Schade auch dass viele Berufspendler stundenlang festgesessen sind im Stau. Irgendwie kam mir die Planung völlig planlos vor. Musste man eine doppelseitige Vollsperrung der Schwieberdinger Strasse zur Hauptverkehrszeit machen? Wenigstens einspurig hätte man es ja freigeben können. Auch wenn es viele Gaffer gegeben hätte wäre es besser vorangegangen. Noch eine bitte an unsere Freunde und Helfer, wenn ihr den Verkehr schon komplett umleitet, dann bitte auch an den (total überlasteten) Kreutzungen etwas Seite, Brust und Rücken zeigen und nicht im warmen Auto sitzen und nur zuschauen wie "chaotisch" es zugeht. Oder gehört das nicht mehr zu ihren Aufgaben?

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